Pflanzenkohle und Regenwürmer
| Projektdauer: | 2023 - 2024 |
| Fachbereich: | Allgemein, Boden |
| Institution: | Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften |
| Projektpartner: | Bundesamt für Umwelt (BAFU) |
Beschrieb
In den letzten Jahren hat in der Schweiz das Interesse an Pflanzenkohle schnell zugenommen. Besonders auf sauren und sandigen Böden ist der positive Effekt auf die Wasser- und Nährstoffspeicherung durch Pflanzenkohle erwiesen. Das Ausbringen von Pflanzenkohle, die aus naturbelassenem Holz produziert wurde, ist in der Schweizer Landwirtschaft zugelassen (BAFU, BLW & CercleSol, 2023). Die dafür erforderliche Qualität der Pflanzenkohle wird dabei durch das ebenfalls in der Schweiz durch das Ithaka Institut entwickelte «European Biochar Certificate» EBC (Version 10.3, Ithaka Institut 2023) gewährleistet. Das EBC bezieht sich dabei ausschliesslich auf chemisch-physikalische Parameter als Qualitätskriterien. Gemäss BAFU gibt es «noch grosse Wissenslücken zur Bodenbiologie» im Kontext mit Pflanzenkohle. Insbesondere Regenwürmer, die besonders wichtig für die Bodenqualität sind, dürfen durch das Einbringen von Pflanzenkohle keinen Schaden erleiden, da sie als «Ökosystemingenieure» in den Schweizer Böden eine sehr wichtige und nicht zu ersetzende Funktion einnehmen.
Solange noch wichtige Fragen zur Wirkung von Pflanzenkohle im Boden offen sind, sind die Bundesämter daher in Bezug auf die Anwendung in Böden zurückhaltend. Im Faktenblatt «Pflanzenkohle in der Schweizer Landwirtschaft» (BAFU, BLW & CercleSol, 2023) sind weitere Bedenken ausformuliert.
Resultate
| 16.10.2025 | Wenn Pflanzenkohle in der gesetzlich vorgegeben Maximalmenge ausgebracht wird, besteht für Regenwürmer kein toxisches Risiko. | |
| 17.03.2025 |
Abschlussbericht
abschlussbericht_vapr.pdf |